Parkhaus Wismar Hafen

Projektdaten
Standort Am alten Hafen, Wismar
Bauherr EVB - Entsorgungs- und Verkehrsbetrieb der Hansestadt Wismar, Werftstraße 1
Art der Baumaßnahme Neubau eines Parkhauses
Zeitraum der Bearbeitung 2014 - 2018
Bearb. Leistungsphasen 1 - 8
Inbetriebnahme Einweihung 6.7.2018
BGF 16.170 m²
Nutzfläche BRI 36.302 m³
Projektteam Kay Wilisch, Claudia Fröhlich, Ulf Kaltwasser

Das kürzlich fertiggestellte Parkhaus „Altstadt + Hafen“ der Hansestadt Wismar liegt inmitten des historisch geprägten Gebiets „Alter Hafen“ in unmittelbarer Nähe zum Hafenbecken, dem „Wassertor“ und der St. Nikolai Kirche in der Altstadt. Umgeben von den vorrangig aus der Backsteingotik stammenden Sehenswürdigkeiten findet sich das Parkhaus sowohl neben historischen Speichergebäuden, als auch neu interpretierten Backsteinbauten, die dort in der jüngeren Vergangenheit entstanden sind.

Um dem Parkplatzbedarf der umliegenden Wohnbebauung, Hotels und Touristenattraktionen gerecht zu werden ist ein Parkhaus in zwei Bauabschnitten mit insgesamt 439 Stellplätzen entstanden.
Das Gebäude setzt sich mit seinen gerundeten Außenkanten deutlich von der klaren, kubischen Backsteinarchitektur ab und interpretiert die Materialität neu in Form von emailliertem Profilglas, das wiederum die markanten Rotbrauntöne der Backsteine aufnimmt.

Zur Einfahrtsseite hin reckt sich das asymmetrisch geformte Gebäude gerundet in die Straßenflucht hinein, um ein klares Zeichen im Straßenraum zu setzen.
Die 5 Ebenen des Parkhauses sind als Zweispänner entwickelt. Die innere PKW-Erschließung erfolgt über zwei sich gegenüberliegende eingeschossige Rampen. Diese befinden sich im mittleren Bereich, um die Erschließung beider Bauabschnitte zu gewährleisten.
Das Parkhaus verfügt über zwei Treppenhäuser, eines davon mit Aufzug. Sie liegen jeweils an den gegenüberliegenden Fassadenecken und dienen alle Parkebenen an.

Fassaden
Das Parkhaus ist als „offenes Parkhaus“ in Stahl-/Stahlbetonbauweise ausgeführt. Die seelufttaugliche Fassade besteht aus Profilbauglaselementen, die im Wechsel farblich emailliert und transluzent angeordnet sind.
Aus schallschutztechnischen Gründen ist die Fassade als geschlossene Fläche ausgebildet, wird jedoch auf der süd- und nördlichen Längsseite zur Gewährleistung der Durchlüftung um 2,0m abgerückt.

Die weitgehend blickdichte Profilbauglasfassade ist mit geschosshohen, großflächigen „Fenstern“ aus Klarglas aufgelockert, um Blicke in die Stadt, zum Hafenbecken und auf die umliegenden Gebäuden zu gewährleisten – was die Orientierung im Stadtgefüge gewährleisten soll.

Die Treppenhäuser aus Sichtbeton sind mit Oberlichtern und vertikalen bzw. großflächigen Glasfeldern belichtet.
Die Ein- und Ausfahrt werden gestalterisch mit aluverkleideten Rahmen hervorgehoben.